Verwalter Vistra steigert seinen Umsatz um 16%

Diese Büroimmobilie mit 10.000 m2 Mietfläche im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg verwaltet Vistra seit dem Jahr 2017.
Quelle: Vistra

Vistra Deutschland hat seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr deutlich gesteigert. Die Mitarbeiterzahl legte ebenfalls zu. Das ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass der Fonds- und Property-Manager Personal von Kunden übernimmt, die Leistungen auslagern.

Antoinette Hiebeler-Hasner, Country Managing Director Deutschland bei Vistra, beobachtet seit Mitte vergangenen Jahres den Trend, dass Kunden bislang selbst erbrachte Leistungen zunehmend auslagern. Gründe sieht sie dafür im gestiegenen Kostendruck und im Personalmangel. "Es wird immer schwieriger, gut ausgebildete Mitarbeiter zu finden."

Dazu kämen aus der Digitalisierung erwachsene Pflichten, wie Daten richtig aufzubereiten und zu reporten. Beim Outsourcing setzten die Kunden gerne auf Unternehmen, die ebenfalls eine Corporate-Struktur aufweisen. Diese Anforderung konnte Vistra bedienen und übernahm teils von den Kunden die Mitarbeiter ganzer Abteilungen. Die Mitarbeiterzahl des Dienstleisters wuchs 2018 hierzulande um 43 auf insgesamt 260.

Auf 4.300 Mitarbeiter kommt die internationale Vistra-Gruppe, zu der Vistra Deutschland gehört. Die Gruppe erzielte zuletzt einen Gesamtumsatz von mehr als 600 Mio. USD und verfügt über Assets under Administration in Höhe von rund 282 Mrd. USD.

Vistra Deutschland erhöhte im Geschäftsjahr 2018 seinen Umsatz um knapp 16% auf etwa 25 Mio. Euro. Davon entfielen 14 Mio. Euro auf die Geschäftsbereiche Real Estate und Alternative Investments. Gerade Full-Service-Aufträge waren bei den Kunden gefragt. 2019 hat Vistra Deutschland u.a. zwei Aufträge für das Property-Management von Supermärkten erhalten. Zu 80 Märkten seit dem Jahresbeginn kam am 1. Juli ein Paket von 100 Objekten hinzu, die über eine Gesamtfläche von 210.000 m² verfügen. Für das Gesamtjahr strebt das Unternehmen eine etwa 20%ige Umsatzsteigerung auf 30 Mio. Euro an. Im Property-Management beschäftigt Vistra Deutschland nun 70 Mitarbeiter, die von den Standorten Soest, Berlin und Köln aus rund 1,5 Mio. m² Mietfläche in Deutschland und der Schweiz verwalten.

Vistra Deutschland war ursprünglich als reiner Property-Manager gestartet. 2017 kam dann durch den Zukauf des von Hiebeler-Hasner mitgegründeten Dienstleisters Optegra ein Administrationsarm für Immobilieninvestments samt etwa 170 Mitarbeitern hinzu. "Property-Management braucht, um erfolgreich zu sein, immer einen Anschluss", erklärt Oliver Oser, Geschäftsführer Property-Management. Dieser Anschluss könne entweder über das Maklergeschäft oder wie bei Vistra über das Fondsgeschäft bestehen.

"Der Vorteil, bestimmte buchhalterische Sachverhalte mit Kollegen aus dem Bereich der Fondsdienstleistungen oder steuerlichen Dienstleistungen ohne Reibungsverluste zwischen verschiedenen Dienstleistern direkt abstimmen zu können, hat sich sowohl für unsere Kunden als auch für uns als sehr effizient und zielführend erwiesen", betont Oser. Vistra ist z.B. dazu in der Lage, für seine internationalen Kunden Gesellschaften zu gründen und mit Geschäftsführern zu besetzen. Die Belegschaft setzt sich aus immobilienwirtschaftlichen Sachbearbeitern, Anwälten und Steuerberatern zusammen.

Der Dienstleister plant, eine deutsch-luxemburgische Immobilienmanagement- und Administrationsplattform einzurichten, die hierzulande ansässigen Kunden einen direkten Zugang zu den Dienstleistungen in Luxemburg gewährt. Im Nachbarland verfügt Vistra bereits über eine Fondsadministration, eine Service-KVG mit AIFM-Lizenz und eine Verwahrstelle.

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