Crowdfinanzierer Finexity will mit Blockchain Kosten senken

Eine von der BaFin abgesegnete private Blockchainlösung ermöglicht einen Einstieg für den Kleinanleger ab 500 Euro Mindestanlage.

Der Crowdfinanzierer Finexity sieht sich selbst als ein Immobilienmakler für Kleinanleger, die Teileigentum an Objekten für ihre Wertanlage erwerben wollen. Seinen Erlös erwirtschaftet das Unternehmen aus einer marktüblichen Verkaufsprovision, weitere Gebühren fallen nicht an. Am Laufzeitende ist Finexity jedoch zusätzlich am Gewinn beteiligt, sofern der Verkaufspreis 110% des Einstands übersteigt.

Mit den gängigen Beteiligungsmodellen, die den Kapitaleinsatz des Kleinanlegers in Form von Fondsanteilen oder Nachrangdarlehen verbriefen, hätte sich das Finexity-Modell nicht umsetzen lassen. Denn bei den bisher etablierten Verbriefungsformen fallen laufende Kosten für Bank oder Verwahrstelle an, genau die will das Unternehmen aber vermeiden. Finexity verbrieft das Immobilienteileigentum daher in Form eines Genussrechts, das auf einer Blockchain hinterlegt ist. Diese Lösung verwendet zwar das Ethereum-Protokoll, das gewissermaßen einen Branchenstandard darstellt. Die Genussrechte sind jedoch nicht auf der öffentlichen Ethereum-Blockchain hinterlegt, sondern auf einer abgetrennten, privaten Blockchain. So ist sichergestellt, dass nur Berechtigte die Daten einsehen können. Das wiederum war laut Finexity wichtig, um die Lösung datenschutzkonform hinzubekommen. Der Vertrieb ans breite Publikum ist mit der BaFin abgestimmt und soll im Juli starten.

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