Beim Hotel-FM läuft vieles schief

Damit es zu keinen schlechten Kritiken von Hotelgästen kommt, ist auch der Facility-Manager gefragt.
Quelle: Pixabay, Urheber: warrior-on-ice

Beim Facility-Management von Hotelimmobilien besteht offenbar in vielen Fällen eine Diskrepanz zwischen dem, was die Dienstleister versprechen, und dem, was sie leisten.

Ob die Gäste eines Hotels nach dem ersten Besuch wiederkommen, hängt unter anderem auch davon ab, ob das Facility-Management (FM) des Gebäudes reibungslos funktioniert. Daneben ist es auch für die im Pachtvertrag verankerten Instandhaltungspflichten relevant, dass der Facility-Manager seine Arbeit richtig macht.

Nach Erfahrung von FM-Berater Udo Hoffmann hapert es jedoch häufig in dieser Hinsicht. Hoffmann führt im Rahmen von regelmäßigen Audits Soll-Ist-Vergleiche durch und prüft, ob bei den vereinbarten Bewirtschaftungsleistungen Pflichten, Termine, Kosten und Qualität erfüllt werden. Er analysiert die Verträge und stellt die Facility-Manager in Interviews auf die Probe. Dabei beobachtet er regelmäßig, dass FM-Dienstleister nicht das leisten, was sie versprochen haben. "Die FM-Verträge werden nicht gelebt", bedauert Hoffmann.

Für ihn gilt es in diesem Fall, mit dem Dienstleister zu verhandeln. Zeigt sich dieser nicht einsichtig, kann Ultima ratio sogar eine Neuausschreibung des Auftrags sein. Wie gut das FM eines Hotels aufgestellt sei, hängt nach Hoffmanns Einschätzung meist von der Person des Objektmanagers ab.

Konkretes Motiv für einen Audit kann z.B. ein Pächterwechsel sein. Dieser sei immer eine Herausforderung für das Facility-Management, da alles Bisherige von Grund auf infrage gestellt werde. "Man kann dann die Gunst der Stunde nutzen und alte Zöpfe abschneiden, um das Facility-Management zukunftsfähig aufzustellen", sagt Hoffmann.

Daneben begleitet der FM-Berater auch Hotelprojekte in ihrer Pre-Opening-Phase. Gemeinsam mit den Bauunternehmen nimmt er an Gebäudeabnahmen teil und dokumentiert in Checklisten Mängel z.B. der Gebäude- und Anlagentechnik, der Zimmer, der Lobby, der Küchen, der Allgemeinflächen, der Treppenhäuser, der Tiefgaragen, der Fassaden oder der Außenbereiche. Hoffmann priorisiert die Mängel nach Bedeutung. Dafür spielt unter anderem eine Rolle, ob es sich um solche handelt, die ohne Weiteres sichtbar sind.

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