Hoffnung bei Share-Deals

Die Reform der Share-Deals ist aus dem Jahressteuergesetz herausgefallen. Änderungen am Entwurf scheinen wieder möglich.

Die Regelungen zur Verhinderung von Share-Deals sind aus dem Jahressteuergesetz 2019 in ein eigenes Verfahren separiert worden. Das bietet für die Gegner die Chance, das Vorhaben im parlamentarischen Prozess neu zu diskutieren und Widerstand zu mobilisieren. Die Linke fürchten, dass das "ohnehin verwässerte Gesetz noch weiter entkernt wird". Share-Deals sind für Investoren attraktiv. Mit ihnen lässt sich ein Großteil der Grunderwerbsteuer sparen. So wird es auch bleiben. Denn die angestrebte Reform wird Share-Deals nicht verbieten, sie nur weniger lukrativ machen. Im Gesetzentwurf wird bei Immobilientransaktionen die Grunderwerbsteuer auslösende Beteiligungsgrenze von 95% auf 90% gesenkt und die Haltefristen werden von fünf auf zehn Jahre verlängert. Außerdem sollen die Regelungen auch für Kapitalgesellschaften gelten, statt wie bisher nur für Personengesellschaften. Da wird es sich mancher Anleger überlegen, ob er nicht doch einen Asset-Deal abschließen will. Vor allem das Halten der Anteile über eine Spanne von zehn Jahren schreckt viele.

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