Die Löwen binden sich an The Dome

Die Katz Group vermeldet zusammen mit Eishockeyprofi Leon Draisaitl (ganz rechts) Fortschritte für das Hallenprojekt The Dome.
Quelle: Immobilien Zeitung, Urheber: Lars Wiederhold

Frankfurt. Der Eishockeyclub Löwen Frankfurt hat einen Mietvertrag für die von der kanadischen Katz Group auf einem Grundstück von Fraport am Flughafen geplante Sportarena The Dome unterzeichnet. Das verkündete Stefan Krämer, geschäftsführender Gesellschafter des Clubs.

Die Löwen Frankfurt dürften die Sporthalle mietfrei nutzen und würden zudem eine "signifikante Summe" zur Förderung erhalten. Ein entsprechendes Angebot hat die Katz Group auch dem Basketballverein Fraport Skyliners unterbreitet. Die Antwort des Vereins befinde sich noch in der Bearbeitung. "Frankfurt fehlt als letzter europäischer Metropole eine derartige Halle", meint Mitinvestor und -betreiber Felix Scheuerpflug. "Eine moderne Halle bietet ein ganz anderes Feeling für die Sportler als ältere Hallen", bekräftigt Leon Draisaitl, deutscher Eishockeyprofi bei den Edmonton Oilers in der kanadischen Eishockeyliga. Eigentümerin der Mannschaft und Betreiberin der dortigen Arena ist ebenfalls die Katz Group, die sich vor etwa zehn Jahren von ihrer ursprünglichen Pharma-Vergangenheit verabschiedet und sich Investitionen in den Sport und in andere Events zugewandt hat.

Zusätzlich zur Halle sind in Frankfurt ein Hotel mit 250 Zimmern und ein Forum geplant, das für kleinere Veranstaltungen und als Betriebssporthalle für den Flughafenbetreiber Fraport herhält. Dazu soll eine Tiefgarage für VIP-Gäste kommen. Die Entwürfe enthalten zudem eine Bedarfshaltestelle für die S-Bahn an der Arena. Weitere Zuschauer sollen per noch zu errichtender Seilbahn oder mit dem Rad zu den Events kommen.

Ob The Dome mit Platz für 23.000 Zuschauer tatsächlich realisiert wird, ist allerdings noch offen. Die Katz Group hat zwar bereits einen möglichen Betriebsbeginn im Jahr 2023 kommuniziert. Die Stadt Frankfurt favorisierte jedoch bisher einen Standort am Kaiserlei an der Grenze zu Offenbach. Dort möchten Langano und Lagardère Sports eine Halle für 13.000 Zuschauer errichten. Von diesen Investoren habe er aber trotz Anfrage kein Angebot erhalten, berichtet Krämer.

Katz-CEO Jürgen Schreiber ist sehr optimistisch, dass sein Projekt kommt. "Wir haben einen langen Atem. Wenn wir uns für einen Standort entscheiden, bleiben wir dabei." Alles sei genau durchkalkuliert. Scheuerpflug zufolge befindet sich die Planung auf einem für eine Bauvoranfrage erforderlichen Stand.

Innerhalb von 18 Monaten nach Baubeginn könne die Halle fertig sein. Die Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer Fraport für das Areal neben dem bestehenden Parkhaus des Büro- und Hotelgebäudes The Squaire seien weiter fortgeschritten. Die Stadt Frankfurt hatte in der Vergangenheit dagegen bereits Bedenken wegen bautechnischer und -rechtlicher Hindernisse, z.B. wegen der erforderlichen Überbauung einer Bundesstraße und der benachbarten ICE-Bahnstrecke, angemeldet. Weder Vertreter der Stadt noch von Fraport waren bei dem Pressetermin, zu dem die Katz Group in The Squaire eingeladen hatte, anwesend.

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