Aus Siemens-Areal wird Bücklepark

Der adaptierte Lageplan zeigt den zusätzlichen Park. Die Bürgerbefragung ergab als Namen für das Quartier "Bücklepark".
Quelle: i+R Wohnbau Lindau

Konstanz. Auf einem 70.000 m2 großen Industrieareal entsteht ein gemischtes Stadtquartier. Der Siegerentwurf wurde überarbeitet: Auf Wunsch der Bürger wird die Geschosshöhe der Gebäude reduziert und ein zusätzlicher Park auf 30% der Fläche eingeplant. Bücklepark wird das Quartier heißen.

Es geht um eines der größten Baugebiete in der Stadt. i+R Wohnbau aus Lindau entwickelt das ehemalige Siemens-Areal in Petershausen West zu einem gemischt genutzten Stadtquartier mit Flächen für Wohnen, Gewerbe und Dienstleistungen. Ende letzten Jahres wurde der Bevölkerung der Gewinner des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs präsentiert, die Arbeitsgemeinschaft der beiden Architekturbüros Gohm/Hiessberger und Innauer/Matt aus Vorarlberg (siehe "Aus einem Siemens-Standort wird ein neues Stadtviertel", IZ 44/18). Mittlerweile haben sich im Rahmen der Bürgerbeteiligung einige Änderungen ergeben. Die neue Bebauung gliedert sich in vier Bereiche: Im Osten entstehen in Bestandsgebäuden Flächen für gewerbliche Nutzungen, Handel, Gastronomie sowie eine Kita und Kleinwohnungen. Im Westen sind in drei Gruppen Neubauwohnungen zur Miete wie im Eigentum vorgesehen, ebenso Nutzungen durch Baugruppen. 30% der neuen Wohnungen sollen gemäß des Konstanzer Handlungsprogramms Wohnen als geförderte Mietwohnungen entstehen.

Neu sind nach der Überarbeitung des Siegerentwurfs ein Plus an Grünflächen und eine Reduzierung der Gebäudehochpunkte. Die westliche Gebäudegruppe wird um ein Haus reduziert und die entfallende Geschossfläche auf die anderen Gebäude verteilt. So entsteht ein zusätzlicher Park, der zusammen mit Wegen für Fußgänger und Radfahrer eine Fläche von 21.000 m2 einnimmt, etwa 30% der gesamten Fläche. Die Gebäudegruppe in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohnbebauung Bücklestraße 9 wird beim westlichsten Gebäude auf acht Geschosse reduziert. Durch eine Vergrößerung des Lichthofs und eine Drehung des Gebäudes sollen die Besonnung und die Sichtbeziehungen der Nachbarbebauung verbessert werden. Derzeit finden erste Abbrucharbeiten statt, 2022 können die Neubauarbeiten beginnen.

Zurück zur Startseite