Datenbank schlägt Excel-Salat

Wollen in die alte Datenwelt nicht zurück: Moritz Koppe, Robert Mühlstein sowie Marc Bonner (v.l.).
Quelle: Immobilien Zeitung

Neben Proptechs und IT-Konzernen treiben etablierte Unternehmen die Digitalisierung voran, indem sie Lösungen entwickeln, die es am Markt noch nicht gibt. So wie es der Kostenmanagementspezialist emproc gemacht hat.

Finanzierer wie die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) spüren den regulatorischen Druck, die Risiken von Großprojekten im Auge zu behalten. Auf Knopfdruck einen Report an die Aufseher zu liefern ist mit einer Tabellenkalkulationen unmöglich, erklärt Marc Bonner. Er ist bei der Deutschen Pfandbriefbank für die Qualitätssicherung der Immobilienbewertung zuständig. "Ohne Datenbanklösung wären wir immer noch in einer Excel-Welt. Die ist aber definitiv am Ende."

emproc, ein Spezialist für Kostenmanagement bei Großprojekten, feilte bereits seit 2005, zunächst für interne Zwecke, an einer entsprechenden Cloudlösung. Die war damals am Markt nicht vorhanden. "Wir kommen aus der klassischen Kostenplanung von Großprojekten", erläutert emproc-SYS-Geschäftsführer Robert Mühlstein. Im Gegensatz zu manchen Proptechs, die inzwischen ähnliche Tools anbieten, kennen Mühlstein und sein Kollege Moritz Koppe die täglichen Probleme des Kostenmanagements aus erster Hand. Pro Jahr begleitet emproc über 50 Großprojekte mit Volumina zwischen 20 Mio. und mehreren Milliarden Euro.

Seit 2018 vertreibt emproc die Software über seine IT-Tochter emproc-SYS an Drittnutzer wie die pbb. Die Signa-Gruppe implementiert die Lösung gerade, für die Süderweiterung des Frankfurter Flughafens ist sie im Einsatz. Menschliches Know-how bleibe aber wichtig, sagt Koppe: "Die Software allein schützt nicht vor Fehlern."

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