Berlin, ick liebe dir!

Ist Fan Berliner Politiker: Siemens-Entwickler Stefan Kögl.
Quelle: Immobilien Zeitung

Das ging runter wie Öl. Komplex, schnell und mit belastbaren Ergebnissen begleite die Politik die Entwicklung des 70 ha großen Siemenscampus 2.0.

Behäbig, überlastet, unwillig, überfordert - solch Vokabeln werden der Berliner Bauverwaltung genauso wie vielen der Berliner Bezirke gerne an den Kopf geworfen. Stefan Kögl von der Siemens Real Estate Construction macht da nicht mit. Stattdessen lobte er die vielgescholtene Verwaltung über den grünen Klee. "Verlässlichkeit" erfahre er in der Gründungsstadt des Technologiekonzerns, freute sich ein entspannter Entwickler gestern auf der Messe. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), Bausenatorin Katrin Lompscher (Die Linke) und die grüne Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hatten vor genau einem Jahr versprochen die Verwirklichung des 100 Fußballfelder großen Areals mit 280.000 m² Denkmalimmobilien "verbindlich zu gestalten". Und sie hätten Wort gehalten. Die Entwicklung des 600 Mio. Euro teuren Quartiers laufe rund.

Rund um die historischen Klinkerbauten am heute noch weltweit größten Produktionsstandort des Unternehmens soll ein Innovations-, Industrie- und Wissenschaftscampus entstehen. So wie vor 120 Jahren schon einmal. Das Gründungskonzept Werner von Siemens‘ im Norden Berlins bestand darin Arbeiten, Forschen und Wohnen zu vereinen.

Im Juli startete Kögl einen städtebaulichen Wettbewerb, um einen Masterplan für ein digital vernetztes, nachhaltiges Stadtquartier zu erhalten. Im Januar 2020 soll über das neue Gesicht für das Gelände nördlich der zentralen Nonnendammallee zwischen Paulsternstraße und Rohrdamm entschieden werden. Wie viele BGF das Quartier insgesamt bieten wird, entscheidet der Wettbewerb. Und wenn die Politik so gut mitzieht wie bislang, lächelt Kögl charmant, wird gegen Ende des kommenden Jahrzehnts ein neuer Stadtteil entstanden sein.

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