Regulierung ist nutzlos - überall

JLL-Mann Roman Heidrich (rechts), sagt, was es von staatlichen Eingriffen hält.
Quelle: Immobilien Zeitung

Was können wir beim Wohnen vom Ausland lernen?, fragte JLL auf der Expo Real. Die Antwort: eher wenig. Regulierungsfehler scheinen international zu sein.

Beim Thema Regulierung, vor allem beim Stichwort Mietendeckel, stehen Wohninvestoren derzeit die Haare zu Berge. Laut aktueller JLL-Umfrage verspüren rund 90% "hohe" oder "sehr hohe" Verunsicherung. 28% geben an, dass sie vorhaben, ihre Investitionen zu stoppen oder zu verlagern.

Der Blick ins Ausland zeigt, auch dort wurden sich mit Steuerungen des Wohnungsmarkts Probleme eingehandelt. So habe die Förderung des Mieterkaufs in Großbritannien den Effekt gehabt, dass nur die "guten Wohnungen von den guten Mietern" erworben wurden. Auf dem Rest blieben die Gesellschaften sitzen. In Frankreich seien sie von der Objekt- auf die Subjektförderung umgeschwenkt und haben das dortige Wohngeld, erheblich erweitert, berichtet Konstantin Kortmann, Head of Residential Investment Germany. Der Berechtigtenkreis nahm um 38% zu - der bezahlbare Wohnraum nicht.

Miseren aus der Palette der Förderung und der Verbote lassen sich in vielen Ländern finden, wirkliche Erfolge konnte JLL nicht nennen. Die einzige Lösung sei, meinen JLL und die befragten Investoren, "Intensivierung der Neubautätigkeit". JLL glaubt vor allem an die Zukunft der Kleinwohnung.

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