Hängepartie Sonder-AfA ist beendet

Mit den Steuergesetzen zum Klimaschutzpaket hat die Bundesregierung auch die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen nach zehn Jahren Hängepartie verabschiedet.

Nach dem Bundestag hat Ende 2019 auch der Bundesrat einem Kompromiss zugestimmt, der im Vermittlungsausschuss ausgehandelt worden war. Eine wesentliche Forderung der Länder wird erfüllt: Sie erhalten mehr Geld vom Bund als Ausgleich für die mit dem Gesetz verbundenen Steuerausfälle.

Damit können ab diesem Jahr und bis zum 1. Januar 2030 energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen und Kosten für Energieberater steuerlich abgesetzt werden. Zu den geförderten Maßnahmen zählen unter anderem die Dämmung von Wänden, Dächern und Geschossdecken, die Erneuerung oder Optimierung von Heizungsanlagen und der Einbau neuer Fenster und digitaler Systeme, die den Energieverbrauch optimieren. Welche Anforderungen zu erfüllen sind, regelt eine Verordnung, die der Bundesrat ebenfalls Ende 2019 beschlossen hat.

Die steuerliche Förderung wird als Alternative zu den bereits bestehenden Förderprogrammen eingeführt. Selbstnutzer von Wohnimmobilien, die älter als zehn Jahre sind, können über drei Jahre 20% der Kosten für energetische Maßnahmen absetzen. Die Steuerermäßigung ist auf 40.000 Euro begrenzt.

Mit dem Segen des Bundestags endet eine Hängepartie - einen ersten Anlauf für die steuerliche Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen sowohl bei eigengenutzten wie auch vermieteten Wohnimmobilien hatte Bayern im Sommer 2008 mit einem Gesetzesantrag im Bundesrat gemacht. Die Länder lehnten diesen damals ab. Weitere Vorstöße sowohl der Bundesregierung wie auch einzelner Länder versandeten ebenfalls.

Verbände wie der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) kritisieren allerdings das Ergebnis des langen Hin und Hers. Deutlich mehr CO2 wäre im Gebäudebestand einzusparen, wenn die steuerliche Förderung auch für Eigentümer vermieteter Wohngebäude und gewerblicher Immobilien gelten würde, erklärt der ZIA.

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