Konjunktur kann Logistik nicht bremsen

Auch mechanische Zustellbasen wie diese in Berlin sind für Anleger attraktiv.
uelle Immobilien Zeitung, Urheber: Peter Dietz

Investoren suchen nach wie vor nach Logistikimmobilien. Nicht mal die konjunkturelle Abkühlung kann die Nachfrage derzeit dämpfen.

Mit einem Investmentvolumen von rund 2 Mrd. Euro im vierten Quartal 2019 blickt die Branche auf einen äußerst starken Jahresabschluss zurück. "Das letzte Quartal war stark wie kein anderes in diesem Jahr", sagt Natalie Weber, Head of Logistics & Research bei LIP Invest. Übers gesamte Jahr wurden Lagerhallen und Verteilzentren im Wert von fast 7 Mrd. Euro gehandelt. Die konjunkturelle Abkühlung, die sich auf einige Industriesektoren mit hohen Exportquoten ausgewirkt hat, konnte die Nachfrage nach Logistikimmobilien auf Investoren- und Nutzerseite nicht dämpfen. Die starke Binnenwirtschaft und hohe Konsumnachfrage, die vor allem dem elektronischen Handel zu Gute kamen, hätten für Ausgleich gesorgt. Das anhaltend hohe Interesse an Investments in Logistikimmobilien habe dazu geführt, dass sich die Renditekompression im Jahresverlauf weiter fortsetzt.

"Investoren legen weiterhin verstärkt in Deutschland an, da der deutsche Investmentmarkt aufgrund der breit diversifizierten und stabilen Wirtschaft sehr attraktiv ist", erklärt Bodo Hollung, Gesellschafter und Geschäftsführer bei LIP Invest. Die Bruttospitzenrenditen von ausgewählten Logistikimmobilien in den Topstandorten mit bonitätsstarken und bekannten Mietern, hoher Objektqualität und nachhaltiger Bauweise mit Mietverträgen von mehr als zehn Jahren lagen zum Jahresende bei 4%. Hollung erwartet für das laufende Jahr zunächst eine Seitwärtsbewegung, wobei die niedrigen Zinsen und hohe Marktliquidität höchstwahrscheinlich zu einem weiteren Anstieg der Preise führen werden.

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