UBM übernimmt Mehrheit am FAZ-Tower

Der in der Vertikalen verschobene Bürobau soll künftig die FAZ beherbergen. Das niedrigere Gebäude daneben ist das Leonardo-Hotel.
Urheber: bloomimages

Frankfurt. UBM hat jetzt den Hut auf bei der weiteren Entwicklung des zukünftigen Sitzes der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nebst einem angrenzendem Leonardo-Hotel. Das Wiener Unternehmen übernahm von den bisherigen Entwicklern die Mehrheit an dem Vorhaben. Im Jahr 2022 soll das Projekt abgeschlossen sein. Für UBM ist der Erwerb Teil seiner Strategie für mehr Diversifizierung.

UBM Development hat in der Bauphase die Mehrheit des FAZ-Towers im Frankfurter Europaviertel erworben. UBM übernimmt 75% daran. Die Paulus Immobilien Gruppe, die das Projekt in einem Joint Venture mit Patron Capital Partners angeschoben hatte, bleibt mit den übrigen 25% beteiligt. Wie UBM auf Nachfrage der Immobilien Zeitung erläuterte, hat das Unternehmen den 50%-Anteil von Patron komplett übernommen und dazu die Hälfte des bisherigen Paulus-Anteils.

Zum Kaufpreis gibt es keine Auskünfte, UBM erwartet aber seinerseits einen Verkaufserlös von rund 250 Mio. Euro für das Objekt. "Wir haben nach dem Rekordjahr 2019 weitere Ergebnissteigerungen in Aussicht gestellt. Durch ein Projekt wie dieses setzen wir das Versprechen um", sagt UBM-CEO Thomas G. Winkler.

Anfang 2019 waren unter der Adresse Europaallee 92/94 die Arbeiten an dem aus zwei Baukörpern bestehenden Vorhaben mit zusammen rund 45.000 m² BGF angelaufen. Die Nutzer stehen bereits seit 2018 fest: Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat sich als Komplettmieterin auf 27.300 m² BGF an das 18 Stockwerke hohe Bürogebäude gebunden. Den siebengeschossigen Bau nebenan wird Leonardo mit 350 Hotelzimmern betreiben. UBM rechnet damit, dass der Bedarf an Hotelzimmern in Frankfurt insbesondere für Geschäftsreisende weiter steigt. Dazu kommen dort 280 Autostellplätze in einer Tiefgarage und rund 1.700 m² Retailfläche. Im Jahr 2022 werden die Nutzer einziehen. Zudem soll in diesem Jahr in unmittelbarer Nähe die Station Europagarten der U-Bahn-Linie 5 erölffnet werden, wovon der neue Eigentümer sich eine weitere Aufwertung der Lage erhofft. Das Berliner Büro Eike Becker Architekten hat die Gebäude entworfen.

UBM will mehr Büros verwirklichen

UBM ordnet die Beteiligung in seine Strategie ein, verstärkt Großprojekte anzugehen und neben dem traditionellen Hauptgeschäft der Hotelentwicklung auch Büroobjekte zu verwirklichen. "Nach Zalando in Berlin und Scout24 in München setzen wir innerhalb kürzester Zeit nun das dritte Headquarter für ein namhaftes Unternehmen in Deutschland um", sagt Winkler.

Zurück zur Startseite