395 illegale Apartments

Frankfurt. Die städtische Bauaufsicht hat seit Oktober 2019 die illegale Kurzzeitvermietung von 395 Wohnungen aufgespürt und ist dagegen vorgegangen.

Im Blickpunkt der in den vergangenen Monaten verschärften Offensive stehen dabei Angebote, die faktisch zum Beherbergungsgewerbe gehören, aber in Wohnungen stattfinden, die dafür nicht zugelassen sind. Diese 395 Wohnungen können nun wieder regulär vermietet werden. Darüber hinaus will die Stadt rund 1 Mio. Euro einziehen, die sie als unrechtmäßigen Ertrag aus dem illegalen Residenzwohnen ansieht.

"Das ist ein riesiger Erfolg und in dieser Höhe einmalig und damit ein klares Zeichen in die Branche, dass wir illegales Residenzwohnen in Frankfurt nicht dulden", verkündet Planungsdezernent Mike Josef (SPD). "Wer sich nicht an die Regeln hält, braucht sich über die Gewinnabschöpfung nicht zu beklagen", ergänzt Simone Zapke, die Leiterin der Bauaufsicht. Nach Recherchen ihrer Behörde gibt es in Frankfurt für rund 3.000 baurechtlich genehmigte Wohnungen Angebote als Serviced Apartments oder Businesswohnen, die aber nicht immer illegal sind. Die Anbieter seien mehrheitlich unternehmerisch organisiert. Darunter seien auch Akteure, mit denen die Stadt an anderer Stelle bei Immobilienprojekten zusammenarbeitet.

"Die Anbieter haben sich inzwischen größtenteils der Rechtsprechung hinsichtlich der Aufenthaltsdauer angepasst und geben eine Mindestmietzeit von sechs Monaten auf den Internetseiten an", sagt die Chefin der Bauaufsicht. Ob es auch zu kürzeren Vermietungen kommt, sei schwer nachprüfbar, werde aber weiter überwacht. Im Einzelnen verstößt illegales Residenzwohnen meist gegen das Baurecht, gegen die Ferienwohnungssatzung oder wegen überhöhter Mieten gegen das Mietrecht. "Natürlich sind solche Formen des temporären Wohnens zulässig. Sie müssen aber beantragt werden. Und wenn Wohnen beantragt wird, gehen wir davon aus, dass auch Wohnen und nicht Beherbergung realisiert wird", erläutert Zapke.

Zurück zur Startseite