Mehr Wohnbaufreigaben

Bayern. Mit 75.542 Wohnungsbaufreigaben, einschließlich der Genehmigungsfreistellungen, wurden im vergangenen Jahr in Bayern so viele Wohnungen wie seit 20 Jahren nicht mehr genehmigt.

Im Geschosswohnungsbau verzeichnete das bayerische Landesamt für Statistik ein Plus von 4% auf 37.613 Wohnungen. Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern blieb die Zahl der Genehmigungen im Vergleich zum Vorjahr mit 25.196 Freigaben dagegen konstant. Durch Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, etwa durch Aufstockungen, sollen 9.040 zusätzliche Wohnungen entstehen (+12,5%). Deutlich zunehmen wird die Zahl der Wohnungen in gewerblichen Hochbauten. Hier wurden mit 1.834 Wohnungen fast 27% mehr genehmigt als im Vorjahr.

Allerdings gehen in manchen Wohnungsmärkten die Genehmigungszahlen zurück. Weniger Genehmigungen registrierten die Statistiker in den Regierungsbezirken Oberbayern (-4,7%) und Schwaben (-4,5%). In München sank die Zahl der kommenden Wohnungen von 12.580 auf knapp 11.000. In Nürnberg wurden dagegen gut 700 Wohnungen mehr registriert als 2018. In Augsburg stieg die Zahl der Genehmigungen um 14% auf fast 1.700 Wohnungen.

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) hofft, dass die 5%ige Sonder-AfA den Wohnungsbau weiter antreiben wird. Gleichzeitig wirbt sie für konstante Investitionsbedingungen. Sie fordert, "dass im Anschluss mit einer degressiven AfA eine dauerhafte steuerliche Vergünstigung für den Mietwohnungsbau eingeführt wird".

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